Abhängigkeit von Öl

Vor 1964/65 war Nigeria politisch unruhig aufgrund von Konflikten zwischen Regierung und Opposition, vor allem im Westen. Die Entdeckung von Öl in der Ost-Region und den Ölboom 1970 wurde der Osten reicher und die politische Landschaft veränderte sich. (Q1)

Der Verfall der Ölpreise und die Abhängigkeit vom Erdölexport haben das Entwicklungsland in eine anhaltende tiefe Wirtschaftskrise gestürzt.

Die Abhängigkeit von Öl hat Nigeria geschadet, da sie keine Rücklagen bildeten für schlechtere Zeiten. Der Ursprung hat dieses Problem im Imperialismus. Denn die Kolonialmächte haben oft Wirtschaftssysteme geschaffen, die auf der Ausbeutung von Rohstoffen beruhten. (Q7, Q8)

Royal Niger Company

Abbildung 1

Mehrere europäischen Handelsgesellschaften schlossen sich zu einer grösseren Gesellschaft zusammen und bildeten die «Royal Niger Company». Sie etablierten Handelsmonopole und kontrollierte Gebiete entlang des Nigerflusses. Die Gesellschaft diente britischen Interessen und profitierte von der Ausbeutung lokaler Ressourcen. Im Auftrag der britischen Regierung gründeten sie 1884 das «Oil River Protecorate» im Nigerdelta. Das Protektorat wurde eingerichtet, um britische Handelsinteressen zu schützen und auszubauen. (Q1)

Die Ölförderung verursachte schwerwiegende Umweltschäden im Nigerdelta. Grossbritannien hat natürliche Ressourcen ohne Rücksicht auf die Umwelt oder die Bedürfnisse der einheimischen Bevölkerung genutzt. (Q8)

Ausserdem leidet Nigeria noch bis heute unter schlechten Verhandlungen. Verträge, die während und nach der Kolonialzeit zwischen Nigeria und internationalen Ölgesellschaften geschlossen wurden, waren oft zugunsten des ausländischen Unternehmens. Ein grosser Teil der Gewinne aus der Ölindustrie floss ins Ausland, anstatt in lokale Wirtschaft reinvestiert zu werden. (Q5)