Geschichte Nigerias

1550:  Die Ankunft der Europäer in Westafrika seit dem Ende des 15. Jahrhunderts veränderte die Küstengebiete. Bis jetzt waren die meisten Stämme wirtschaftlich, politisch und kulturell nach Nordafrika orientiert und islamisiert. Da die Küstengebiete unprofitabel sind, wurden sie bisher nicht wirklich bewohnt. Die Europäer führten den transatlantischen Sklavenhandel ein, der den traditionellen Sklavenhandel ersetzte. 

1553: Die Briten erreichen das Land, doch aus Angst vor Malaria, verweilten sie nur an den Küstenregionen.

1850: Die medizinische Versorgung verbesserte sich und die Briten drangen ins Landesinnere.

1861: Die Stadt Lagos wurde zum britischen Protektorat und somit kolonialisiert.

1884: Im Auftrag der britischen Regierung errichtete die « Royal Niger Company » das « Oil River Protecorate » im Nigerdelta. Sie schützten die britischen Handelsinteressen.

1886: Nigeria wurde zur britischen Kronkolonie.

1891: Durch unabhängige afrikanische Kirchen entwickelte sich der nigerianische Nationalismus. 1991 wurde die erste bedeutende unabhängige Kirche Nigerias gegründet. Die Kirchen boten ein erstes Bestätigungsfeld für den Selbstständigkeitsdrang. 

1914: Lugard, ein britischer Kolonialbeamter, gründete ein südliches und nördliches Protektorat, die 1914 zusammengeschlossen wurden. Nigeria war eine koloniale Adminstrationseinheit, was der Beginn einer Nation war

1944: Inn Lagos wurde die erste Massenpartei des nigerianischen Nationalismus gegründet, der «national Council for Nigeria and the Cameroons» (NCNC). Dies führte zur Gründung weiterer Parteien und schliesslich zum Beginn einer Republik.

1947: Die Verfassung wurde geändert und es durften mehr Afrikaner im Legislative Council vertreten sein. Ausserdem wurde eine gesetzgebende Versammlung für das ganze Land eingeführt, was die Isolierung zwischen Nord und Süd auflöste.

1960: Es wurde eine föderale Verfassung eingeführt und Nigeria wurde unabhängig, allerdings folgte politische Instabilität.

1963: Der Nationalist Nnamdi Azikiwe wurde zum ersten nigerianischen Staatspräsidenten.

1967-1970: Die Igbo kämpften im Biafra-Krieg gegen die Regierung.

1995: Die Militärputschen führten zu wechselnden Regierung und die Demokratisierung ging nicht voran, vor allem Militärdiktaturen kamen an die Macht. Dies führte zur Ausschliessung aus dem Commonwealth of Nations.

1999: Der Militärpräsident wurde Präsident und sorgte für die Wiederaufnahme im Commonwealth. Nigeria wurde zu einer föderalen Präsidialrepublik. (Q1, Q2)